Feuer auf einer Station der Psychiatrischen Klinik Lüneburg, mindestens zehn Personen werden vermisst – so lautete das Einsatzstichwort für die rund 45 Einsatzkräfte des 4. Löschzuges und der Ortsfeuerwehr Rettmer bei ihrer alljährlichen gemeinsamen Übung Ende August.
Das Objekt, in dem die Feuerwehr Lüneburg schon viele Male üben durfte, wurde erneut mit Nebelmaschinen und Blitzleuchten ausgestattet, um ein möglichst reelles Szenario zu kreieren. Darsteller*innen vom RUND Team (Realistische Unfalldarstellung) der DLRG Bezirk Nordheide unterstützend die Übung als Patient*innen, die aus dem Feuer gerettet werden mussten; per Drehleiter, Schleifkorbtrage oder zu Fuß. Ein Team vom DRK Kreisverband Lüneburg half bei der Versorgung, um die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst zu trainieren.
Die aufwändige Lage dauerte rund zwei Stunden. Das “Feuer” hatte sich auf mehrere Zimmer ausgebreitet und der dichte (und damit sehr realistische) Theaternebel erschwerte die Durchsuchung der Räume.
Als die Flammen schließlich gelöscht waren und nach abgeschlossener Rettung aller betroffenen Personen, kam es zu einem vorher abgesprochenen “MayDay”-Fall, also einem Eigenunfall einer Einsatzkraft. Bei einem solchen Fall wird den Feuerwehrleuten vor allem mental alles abverlangt, weshalb jeder Handgriff sitzen muss.
Im Anschluss der Übung und noch während des Nachgesprächs wurde die Feuerwehr zu einem echten Einsatz gerufen: In einer Wohnung in der Nähe der Nikolai-Kirche hatte ein Rauchmelder ausgelöst. Da niemand zuhause war, öffnete die Feuerwehr auf Weisung der Polizei die Wohnung, stellte den Melder sicher und schloss ein Brandgeschehen aus.
Beendet wurde der lange Tag mit einem gemeinsamen Grillen in der Feuerwache Süd in Rettmer. Ein großer Dank geht an alle Ausarbeiter der Übung sowie die tolle Unterstützung der anderen Hilfsorganisationen!