Datum: 8. April 2026 um 4:49 Uhr
Einsatzart: Brandeinsatz > Dachstuhlbrand
Einsatzort: Bei Mönchsgarten
Einsatzleiter: Ben Rejmann
Einsatzbericht:
Am Mittwoch, dem 08. April 2026, erhielt die Feuerwehr Lüneburg die Alarmierung zu einem Carportbrand. Vor Ort zeigten sich zwei brennende Carports in rund 50 Metern Entfernung zueinander, die beide drohten, auf angrenzende Hausdächer überzugreifen.
Nur kurze Zeit nach einem PKW-Brand, der um 04:00 Uhr morgens vor dem neuen Tore auf dem Parkplatz der Kfz-Zulassungsstelle ausgebrochen war, ging gegen 04:49 Uhr der erste Alarm bei der Feuerwehr Lüneburg ein. Gemeldet war ein brennender Carport in der Straße Bei Mönchsgarten im Westen Lüneburgs.
Die Einsatzkräfte rückten umgehend aus und fuhren die gemeldete Adresse an. Vor Ort stellte sich die Lage jedoch deutlich dramatischer dar als zunächst angenommen:
Insgesamt zwei Carports standen in Flammen, einer davon bereits in voller Ausdehnung. Da beide Einsatzstellen durch mehrere Häuser getrennt und über 50 Meter voneinander entfernt lagen, mussten sich die Kräfte des ersten Löschfahrzeugs aufteilen.
Einsatzleiter Ben Rejmann ließ sofort Riegelstellungen errichten, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Gleichzeitig erfolgte die Erhöhung des Alarmstichworts, wodurch Vollalarm für die Feuerwehr Lüneburg ausgelöst und zusätzliche Einsatzkräfte nachgefordert wurden.
Aufgrund der räumlichen Trennung beider Brandobjekte bildeten sich im weiteren Einsatzverlauf zwei Einsatzabschnitte, denen die Löschfahrzeuge entsprechend zugeteilt wurden. Durch die schnelle Brandausbreitung hatte sich das Feuer bei einem Carport bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte auf den Dachstuhl und ins Gebäudeinnere ausgedehnt.
Daher erweiterten die Kräfte die Brandbekämpfung um einen Innenangriff und positionierten zwei Drehleitern am Gebäude. Über diese öffneten sie das Dach gezielt und löschten die Flammen ab. Auch der Innenangriff zeigte schnell Wirkung. Die anschließenden Nachlöscharbeiten erwiesen sich jedoch als zeitintensiv, da zahlreiche Glutnester im Dachstuhl und in den Zwischenwänden aufgespürt und beseitigt werden mussten.
Im zweiten Einsatzabschnitt griff das Feuer vom Carport auf eine hölzerne Terrassenüberdachung über, weshalb die Brandbekämpfung auch dort ausgeweitet wurde.
Mit insgesamt drei C-Strahlrohren gelang es, das Feuer einzudämmen und vollständig zu löschen. Alle betroffenen Bereiche kontrollierten die Einsatzkräfte anschließend gründlich mit mehreren Wärmebildkameras, verbliebene Glutnester wurden mit einem Schaumteppich erstickt.
Aufgrund der hohen Anzahl eingesetzter Atemschutzkräfte richtete Rejmann zusätzlich einen Einsatzabschnitt „Atemschutz und Logistik“ ein. Dieser übernahm die Organisation des fachgerechten und hygienischen Entkleidens der eingesetzten Atemschutzgeräteträger:innen. Gleichzeitig diente der Bereich als Sammelstelle für weitere einsatzbereite Trupps. Im Verlauf des Einsatzes kamen insgesamt 16 Atemschutztrupps – entsprechend 32 Atemschutzgeräte – sowie sechs C-Strahlrohre zum Einsatz.
Während des gesamten Einsatzes hielten weitere Kräfte sowohl an der Einsatzstelle als auch am Feuerwehrhaus Lüneburg-Mitte eine Einsatzreserve vor, um bei möglichen Folgeeinsätzen schnell reagieren zu können.
Zur Absicherung der Einsatzkräfte standen zwei Rettungswagen bereit – einer aus dem Regelrettungsdienst sowie einer der DRK-Bereitschaft.
Einsatzleiter Ben Rejmann war mit insgesamt 97 Einsatzkräfte, rund vier Stunden im Einsatz und übergab die Einsatzstelle abschließend an die Polizei.
Die Polizei schätzt den entstanden Schaden auf mindestens 500.000€.