Chronik der Feuerwehr Lüneburg

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Lüneburg von 1864 bis 2013

28. Juni 1864 – Gründung der Freiwilligen Turner-,Feuer-,Lösch-. und Rettungsschar durch den Männerturnverein und den Arbeiterbildungsverein, später Treubund Lüneburg. 

Erster Hauptmann: Zimmermeister Johannes C. Westphal (1864 - 1891)

Bei Feueralarm werden die Spritzen aus einem Schuppen auf dem Bauhof am Glockenhof zur Brandstelle gezogen.

 

1865, Bau des ersten Gerätehauses Am Markt 4, Ecke Reitende-Diener-Straße mit zwei großen Toren

 

1865, Januar – Indienststellung der Metz`schen Abprotzspritze. Auch werden eine Ausziehleiter und neue braune Winteruniformen beschafft.

 

1870 / 71 betreuen Feuerwehrleute auf dem Bahnhof Verwundete aus dem Deutsch – Französischen Krieg. Gründung der Sanitätskolonne.

 

1872, August – 3. Provinzial Feuerwehrtag in Lüneburg

 

1877 - Bau der MTV Halle an der Lindenstraße mit 2 Türmen zum Trocknen der Schläuche 

 

1888 - Neubau des Gerätehauses in der Katzenstraße 

 

1891 - Neuer Hauptmann wird Adolf Westphal ( 1891 – 1927 ) 

 

1912 Einführung des elektrischen Weckersystems zur Alarmierung mit 60 Weckern und 6 Sirenen

 

1914 – 1918 Einrichtung der Bahnhofswache für Verwundete und durchreisende Soldaten während des ersten

Weltkriegs

 

1921 Indienststellung des ersten Kraftfahrzeuges – Ein hartgummibereifter Magirus mit Schiebeleiter und Pumpe (Leistung ca. 1400 l / min) . Diese Fahrzeug muss 1945 an die britische Besatzung abgeliefert werden – immer noch voll intakt.

 

1927- Ernst Raab wird Städtischer Branddirektor ( 1927 – 1943 ) 

 

1930 Im Dezember werden eine neue Magirus Leiter und ein Mannschaftswagen mit Vorbaupumpe in Dienst gestellt

 

1932 – Einweihung des Übungsplatzes am Werder mit Steigerturm ( Heute Hotel Bergström) 

 

1933 - Die Feuerwehren in Preußen werden dem Innenministerium unterstellt und zum Großteil in die Feuerlöschpolizei umgewandelt. Lüneburg gehört nun zum Gau Ost - Hannover und behält seine Freiwillige Feuerwehr.

 

1935 - Auflösung der Sanitätskolonne

 

1938 - Lüneburg erhält ein LF 8 Magirus Deutz

 

1938 – Durch ein neues Feuerlöschgesetz werden die Freiwilligen Feuerwehren in eine Hilfspolizeitruppe umgewandelt. Die Fahrzeuge werden grün statt rot, mit blauen Scheinwerfern

 

1939 - Mit Beginn des 2. Weltkriegs besaß die Fw. Lüneburg ein LF 8, sowie die beiden 1930 beschafften Fahrzeuge und das Fahrzeug von 1921

 

1942 - Im Laufe des Jahres wurde zwei LF 15 (SLG) zugeteilt

 

1942 - Während des zweiten Weltkriegs wird in einer Lücke der Wallanlagen im Liebesgrund in einem Tunnel eine zweite Feuerwache eingerichtet

 

1943 - Heinrich Thiede übernimmt die Feuerwehr ( 1943 – 1964 ) 

 

1943 , Juli – Hilfeleistung nach schweren Bombenangriffen in Hamburg

 

1943/44 - Die Feuerwehr erhält in der Zeit noch zwei LF 25 (GLG) 

 

1945 - Lüneburg wird von den Briten besetzt. Alle Institutionen werden aufgelöst. Den Brandschutz übernimmt zum Teil die englische Flugplatzfeuerwehr. Im Juni wird Heinrich Thiede wieder von den Briten als Kreisbrandmeister eingesetzt und mit der Leitung der Feuerwehr beauftragt. Die Feuerwehr erhält zusätzlich zu den vorhandenen Fahrzeugen aus Wehrmachtsbeständen vom Fliegerhorst Lüneburg eine DL 22 Magirus auf Mercedes – Benz Fahrgestell. 

 

1946 - Der Fahrzeugbestand der Feuerwehr Lünebur umfasst: zwei LF 25, zwei LF 15, zwei DL 22 und zwei LF 8

 

1951 - Beschaffung des ersten TLF von Magirus Typ TLF 15/50 

 

1952, Juli – Erster Landesfeuerwehrtag der niedersächsischen Feuerwehren nach dem Krieg in Lüneburg

 

1955 - Beschaffung eines zweiten TLF von Magirus Typ TLF15/53 

 

1956- 1000 Jahre Lüneburg – Organisation und Abwicklung der Jahrtausendfeier durch KBM Heinrich Thiede

 

1958 - Anschaffung der ersten halbhydraulischen 30 m – Magirus Drehleiter 

 

1959, Juni – Landesfeuerwehrtag Niedersachsen in Lüneburg

 

1959, Juni - Einführung des UKW-Funk bei der Feuerwehr Lüneburg, 2 Fahrzeuge (TLF 15 sowie eine Feststation im Gerätehaus-Katzenstraße 

 

1959 , 22. Dezember – Brand des alten Kaufhauses – Beginn einer Serie von Bränden durch den `Feuerteufel` Herbert Rademacher. Dieser Brandserie fallen einige historische Gebäude zum Opfer. 

 

1962, Juni – Jahrestagung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) in Lüneburg

 

1963 - Fahrzeugneubeschaffungen – ein LF 8 TS und ein Schlauchwagen SW 1000 

 

1963, 6. Dezember – Gründung der Jugendfeuerwehr Lüneburg

 

1964, Juni - die Feuerwehr Lüneburg feiert ihr hundertjähriges Jubiläum. Grundsteinlegung an der Brandruine Altes Kaufhaus ( Neubau zum Gerätehaus)

 

1964, 9. Oktober - Heinrich Thiede stirbt, 74 Jahre alt - noch im Dienst als Wehrführer (KBM) der Feuerwehr Lüneburg 

 

1964 - Neuer Wehrführer-Kreisbrandmeister (ab 1974 Stadtbrandmeister) Herrmann Hoffman (1964 – 1977) 

 

1965 – Nach 100 Jahren Freiwillige Feuerwehr umfasst der Fuhrpark folgende Fahrzeuge: 3 TLF 16, 1 LF 15, 1 LF 8, 1 DL 30, 1 DL 22, 1 SW 1000 und 2 VW Busse T2

 

1965, Februar – Einführung der Funkalarmierung über UKW

 

1966, 29.August - Umzug in die neue Feuerwache im alten Kaufhaus in der Kaufhausstraße. Diese Feuerwache ist zu dem Zeitpunkt eine der modernsten Norddeutschlands mit einer rund um die Uhr besetzten Zentrale für die Stadt Lüneburg.

 

1967 - Anschaffung einer vollhydraulischen Kraftfahrdrehleiter mit 18 m Steighöhe (DL 18) auf einem wendigen Frontlenkerfahrgestell speziell für Lüneburgs Innenstadt , gebaut von der Firma Metz 

 

1968 - Ausmusterung des LF 15 und Neubeschaffung eines LF 16 TS mit Hilfeleistungssatz. Mit einem 5 t Spill, Stromerzeuger, Beleuchtung und hydraulischem Berge- und Rettungsgerät fuhr dieses Fahrzeug viele technische Einsätze, auch bei schweren Verkehrsunfällen überörtlich landkreisweit

 

1968, Juni – Landesfeuerwehrtag in Lüneburg

 

1970- das erste, 1953 beschaffte, Tanklöschfahrzeug wird durch ein TLF 16 Allrad ersetzt. Dieses Fahrzeug war 1975 bei der Waldbrandkatastrophe im Landkreis Lüchow – Dannenberg über eine Woche mit täglich wechselnder Besatzung im Raum Trebel im Einsatz

 

1973 – Indienststellung einer hydraulischen DLK 23/12 der Firma Metz – mit stehendem Rettungskorb, fest eingebautem 20 KVA Stromerzeuger, einem auf dem oberen Leiterteil zu befestigender Wasserwerfer und einer 4 t Kraneinrichtung

 

1974 - Lüneburg verliert seine Kreisfreiheit und wird in den Landkreis eingemeindet. Der Dienstgrad des Wehrführers wird von Kreis- in Stadtbrandmeister umbenannt. Zur Feuerwehr Lüneburg kommen durch Eingemeindung nach Lüneburg vier Ortsfeuerwehren dazu. Die Feuerwehr Lüneburg besteht jetzt aus 5 Ortsfeuerwehren. Lüneburg – Mitte,-Häcklingen, - Ochtmissen, - Oedeme und – Rettmer.

 

1976, 18.Juli – Bruch des Elbe – Seiten – Kanals, ein Monat nach der Eröffnung 

 

1977 Stadtbrandmeister Georg – Wilhelm Lindemann ( 1977 - 1990 ) 

 

1980, Januar - Die Feuerwehr Lüneburg wird 2. Ausbildungsstätte im Landkreis Lüneburg

 

1980, 1. Juli - Einrichtung der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle für den geamten Landkreis Lüneburg im Feuerwehrhaus Kaufhausstraße

 

1983, Juni – Verleihung des Lüneburg Preises der Werb – und Parkgemeinschaft (W&P) an die Feuerwehr Lüneburg (Eine Bronzestatue der Mondgöttin Luna) 

 

1983, 11. November –Gründung des Stadtfeuerwehrverbandes e.V. 

 

1984 Auflösung der Ortsfeuerwehr Ochtmissen wegen Unterschreitung der Mindestpersonalstärke. Eingliederung in die Ortsfeuerwehr Mitte und Gründung des 4. Löschzuges. Den Brandschutz im Ortsteil Ochtmissen übernimmt die Feuerwehr Mitte.

 

1990– Stadtbrandmeister Christian Raab (1990 – 1995). Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen 1995 

 

1993, 03. Januar – Umzug der Einsatzleitstelle ( FEL ) von der Kaufhausstraße zum Landkreis auf dem Michaeliskloster

 

1993, 20. Oktober – Grundsteinlegung für die Wache Süd. Gemeinsames Feuerwehrhaus für die Ortsfeuerwehren Häcklingen, Oedeme Rettmer

 

1994, 1. Oktober – Indienststellung des Feuerwehrhauses Lüneburg - Süd . Um das Gebäude herum befindet sich auch der Übungsplatz für alle Lüneburger Feuerwehren 

 

1995 Neuwahl des Stadtbrandmeisters Bernd Bockelmann 1995 – 2001 

 

1996, Dezember - Der Feuerwehr Lüneburg wird der Status 2. Ausbildungsstätte im Landkreis Lüneburg entzogen.

 

2000 , September – Kreisfeuerwehrtag Landkreis Lüneburg in Lüneburg

 

2001 - Wahl eines neuen Stadtbrandmeisters Matthias Kleps (2001 – 2012). Gleichzeitig stv. Kreisbrandmeister 

 

2005, Oktober- Indienststellung der Kreisbereitschaft 2 – Umwelt –mit Beteiligung der Feuerwehr Lüneburg. Bereitschaftsführer ist der Stadtbrandmeister Matthias Kleps.

 

2006, 3. März - Grundsteinlegung für die neue Wache der Ortsfeuerwehr Mitte im Lünepark.

 

2006 - In Ochtmissen entsteht ein neues Feuerwehrhaus für die Jugendfeuerwehr Ochtmissen, ebenso in Häcklingen für die JF Häcklingen

 

2006– Die drei südlichen Ortsfeuerwehren (Häcklingen, Oedeme und Rettmer) erhalten aufgrund einer taktischen und technischen Neuausrichtung den Status von Stützpunktfeuerwehren 

 

2007, 13. Oktober – Großer Festumzug in die neue Wache im Lünepark – Lise-Meitner-Straße 

 

2007, 13. Oktober - Fahnenweihe der Traditionsfahne (gesponsert: Stadtfeuerwehrverband Lüneburg e.V.) 

 

2008, September – Indienststellung eines neuen Hubrettungsfahrzeuges – Teleskopmast TM 40

 

2009 – Erweiterung des Feuerwehrhauses Süd um vier Fahrzeugboxen, Umkleide-, Dusch- und Wachbereitschaftsräume 

 

2010, Januar – Erste Kinderfeuerwehr in Häcklingen gegründet 

 

2010, April - Zweite Kinderfeuerwehr in Rettmer gegründet 

 

2010, November - Dritte Kinderfeuerwehr in Lüneburg-Mitte gegründet 

 

2010 – Der Fahrzeugpark der gesamten Feuerwehr Lüneburg umfasst z. Zt. folgende Fahrzeuge: 2 KdoW, 2 ELW, 4 TLF, 3 Hubrettungsfahrzeuge, 5 (H)LF, 1 RW 2, 1 GW-Atemschutz, 1 GW-Taucher, 2 LKW, 1 MZB, 6 MTF, 2 Trola und 2 Anhänger

 

2011 - 1.März - Indienststellung des neuen KdoW für den BvD - Audi Q5 

 

2011, 15.Mai- Großbrand in der Goseburg. Im Einsatz die gesamte Feuerwehr Lüneburg und 13 weitere Wehren aus dem Landkreis Lüneburg mit insgesamt 335 Kräften 

 

2011, Juni- Dezember - Sukzessive Einführung der digitalen Alarmierung in der Hansestadt Lüneburg, Abschaltung der analogen Alarmierung

 

2011, 5.November-Vierte Kinderfeuerwehr in Lüneburg-Ochtmissen gegründet 

 

2011, 10./ 11. November - Forum Brandschutzerziehung des DFV / vfdb in Lüneburg- ausgerichtet durch die Feuerwehr Lüneburg

 

2011, 5. Dezember - Stadtbrandmeister Matthias Kleps ist Bürger des Jahres 2011 und damit der 31. Träger des Sülfmeisterringes. 

 

2012, März- Mai - Umrüstung der Fahrzeuge auf Digitalfunk

 

2012, Juli - Neuwahl des Stadtbrandmeisters. Ab November 2012 übernimmt Thorsten Diesterhöft das Amt des Stadtbrandmeisters der Feuerwehr Lüneburg 

 

2012, Oktober - Am 31. Oktober 2012 wurde der Stadtbrandmeister Matthias Kleps im Feuerwehrhaus Lüneburg-Mitte verabschiedet. 

 

2012, November - Seit dem 1. November 2012 ist Thorsten Diesterhöft der Stradtbrandmeister (gleichzeitig stellvertretender Kreisbrandmeister) und Volker Gätjens stellvertretender Stadtbrandmeister der Feuerwehr Lüneburg.

 

2013, 1. März- Stadtbrandmeister a. D. Matthias Kleps erhielt den Ehrenring der Hansestadt Lüneburg für die besonderen Verdienste, die er sich um das Feuerwehrwesen in der Hansestadt erworben hat. Er ist er der 24. Träger seit 1976.